Anglerblog von Endmin
  Die Brasse
 

 

Die Brachse




Brachsen leben in der Regel in langsam fließenden bis stehenden Gewässern und lieben schlammigen Grund. Ihr Maul ist vorstülpbar und erleichtert ihr einfacher Nahrung aus dem schlammigen Boden zu  saugen. Brachsen ziehen häufig in Schwärmen durch das Gewässer, mit manchmal bis zu 20 Tieren. Bei manchen Karpfenangeln sehr verachtet, jedoch können auch diese Fische an der Rute sehr viel Spaß machen. An einer strammen Karpfenrute natürlich nicht, das versteht sich von selbst. Jedoch mit einer Stipp-, Picker-, Match- oder Feederrute für jeden eine kleine Herausforderung. Brachsen ziehen ähnlich wie die Schleien bestimmte Wege in einem Gewässer ab,  die Wege verraten sich durch Blasen die beim gründeln im Schlamm entstehen.

 

Kleine bis mittlere Brassen kann man den ganzen Tag über fangen, jedoch werden die größeren Exemplare ähnlich scheu wie Karpfen und beißen daher nur noch in der Dämmerung oder bei Nacht. Als Köder kommen vorwiegend Tauwürmer, Maden, Caster, Miniboilies, Pellets, Mais, Frolic usw. zum Einsatz. Nachdem man einen Futterplatz angelegt hat, kommen in der Regel zuerst die Rotaugen, denen folgen wiederrum die Brachsen und dann die Karpfen. Wenn man speziell auf Brachsen fischen möchte, empfehle ich euch ein süßes Futter zu verwenden. Brachsen sind wahre Schleckermäuler, denen kein Futter zu süß sein kann. Um euer Futter ein wenig aufzupeppen, könnt ihr flüssig Süßstoff aus dem Supermarkt eurem Futter beimischen.

 

Wer mit vielen Rotaugen als Beifang zu kämpfen hat, dem rate ich mit einem Grundfutter aus groben Bestandteilen zu fischen. Durch das grobe Futter, werden die Rotaugen schnell gesättigt und verlassen für eine Zeit lang den Platz. Außerdem kann man zu größeren Ködern greifen, wie z.B. einem Madenring, Dosenmais, Hartmaiskette, Miniboilies, Tauwurm usw.. Um die Brachsen am Platz zu halten, ist es immer wichtig, dass viel Futter eingebracht wird. Das heißt ein süßes Grundfutter, zum Beispiel spezielle Brachsen-Mixe. Dem geben wir dann Pellets, Hundefutter, Mais, Maden oder Laubwürmer dazu. Um einen besonderen Pepp in das Futter zu bringen, kann man noch süße Liquids oder flüssig Süßstoff dazugeben.

 

Stippen auf Brachsen:

Wenn man auf Brachsen Stippen möchte, dann sollte man eine Rute mit einem Gummizug verwenden, da auch größere starke Fische beißen könnten. Als Pose kommt im Stillgewässer eine schlanke Pose und im Fließgewässer eine Tropfenförmige Pose mit der Tragkraft von etwa 2 Gramm zum Einsatz. Auf den 16er Haken kommen 2 Maden und einen Caster. Im Grundfutter sollte auf jedenfall ein gewisser Anteil an Lebendfutter wie z.B. Maden vorhanden sein. Nach Wunsch kann man noch Caster zugeben, bei denen man aber vorher die schwimmenden vorher entfernen sollte. Die Montage sollte man so einstellen, dass der Köder etwa 1-3 cm über den Grund schwebt. Zu Beginn wirft man 5 große Futterballen ein, um einen großen langgezogenen Futterteppich zu erstellen, über den man die Pose treiben lässt. Einzelne Maden können mit einem Pole Cup nachgefüttert werden, wenn die Bisse langsam nachlassen.


 

Feedern auf Brachsen:

Das Wurfgewicht der Rute sollte etwa 100 Gramm betragen, jedoch müsst ihr das selber an euer Gewässer anpassen, je nachdem wie schwer eure Futterkörbe oder die Wurfweite ist. Die Hauptschnur sollte etwa 0,22mm haben, damit man das Vorfach zwischen 0,18mm – 0,20mm wählen kann. Als Montage würde ich wie immer die Schlaufenmontage empfehlen, da dadurch die Fische im größten Teil selber gehakt werden. Um immer dieselbe Futterstelle zu treffen, solltet ihr euch am anderen Ufer einen Punkt suchen den ihr immer anvisiert. Die Weite bestimmt ihr durch das Einhängen der Schnur in den Schnurclip an eurer Spule. Das Futter wie weiter oben beschrieben mit einem süßen Geschmack und einem Anteil an Lebensfutter (Maden und Caster) vor dem Angeln gut durchsieben, damit die Futterstückchen zerkleinert werden. So werden die Fische nicht so schnell gesättigt und die Chance erhöht, mehr Fische an diesem Tag zu fangen. Meistens steche ich zuerst einen Caster auf meinen 12er Haken, danach noch 2 lebende Maden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auf Caster die größeren Fische beißen, wie wenn man nur Maden verwendet.  Wenn ihr lange Zeit keine Bisse  bekommt, dann hilft es oft die Montage ein paar Zentimeter mit der Rute zu bewegen.

 
   
 
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