Anglerblog von Endmin
  Die Barbe
 

Die Barbe

 

Die Barbe hält sich meist in Bodennähe in starker Strömung auf. Häufig sind sie in oder nach starken Stromschnell zu finden. Sie ernährt sich hauptsächlich von lebender Nahrung, wie z.B. Muscheln, Schnecken, Würmer und in geringer Maße auch pflanzliche Kost. Im Winter sind die Fische kaum zu fangen, da sie meist in Gruppen unter Baumwurzeln oder an Strömungsarmen Stellen in einem Gewässer überwintern.

 
Dass die Barbe hauptsächlich Nahrung von dem Gewässergrund aufnimmt, kann man auch gut an der Form von dem Maul erkennen. Aus diesem Grund sollten wir auch unsere Köder am Grund servieren. Dies kann durch eine abtreibende Pose die über den Grund schleift geschehen oder durch eine Grundmontage. Wer Barbe hört, dem fallen sofort die rassanten Fluchten und die schöne Drills ein. Ein sehr starker Kämpfer im Vergleich zu anderen Weissfischarten wie z.B. dem Döbel. Aus diesem Grund sollte man nicht zu leichtes Gerät verwenden. Eine kräftige Feederrute oder eine leichte Karpfenrute dürfen es schon mal sein. Ich fische mit einer 3,60m langen Feederrute und einem Wurfgewicht bis zu 150gramm. Eine 3000er Rolle bespult mit einer 0,25mm monofilen Hauptschnur ist für diese Angellei völlig ausreichend.

Wenn ich es mal wieder auf Barben abgesehen habe, dann greife ich häufig zu der Feederrute mit dem Futterkorb. So kann man auch auf weite Distanz einen schönen Futterteppich anlegen. Gerade in größeren Flüssen wie dem Rhein sehr von Vorteil, um das Futter über die Steinpackung bis hin zu der Strömungskante zu bringen. Zum Einsatz kommt die Schlaufenmontage, bei der der Futterkorb in einer etwa 20cm langen Schlaufe läuft. Vorteil: viele Fische haken sich dadurch selbst. Wenn sie den Köder aufnehmen, spüren sie das Gewicht von dem Futterkorb nicht, wenn sie aber versuchen wegzuschwimmen, kommt nach einer gewissen Strecke der Futterkorb ans Ende der Schlaufe und der Haken dringt in das Fischmaul ein. Die Barbe hat ein sehr Knorbelreiches Maul, bei dem die Haken blitz scharf sein sollen, nur so ist gewährleistet, dass jeder Biss auch richtig sitzt. Als Vorfach kommt ein 60cm langes 0,18mm - 0,22mm starkes Vorfach mit einem 14er-8er Haken zum Einsatz. Am liebsten Fische ich mit Maden oder einem Käsewürfel. Diesen fädel ich mit einer Ködernadel auf das Vorfach, oder binde es mit einer Haarmontage an den Haken. Die Maden werden am Kopf (bei den 2 schwarzen Punkten) nur ganz knapp durchstochen, so dass sie nicht aufplatzen. Nur so können sich die Maden noch verführerisch am Haken bewegen. Im Schnitt mache ich um die 3-7 Maden auf den Haken, je nachdem welche Größe ich verwende.

Fertig geschnittene Käsewürfel kann man im Aldi kaufen. Diese haben die perfekte Größe um direkt angeködert zu werden. Wenn der Käse zu weich ist, dann einfach einwenig liegen lassen oder in die Sonne legen. Besonders gut eignet sich Gouda oder Emmentaler.

Als Feederfutter eignet sich besonders gut eine Fertigmischung von bestimmten Hersteller, hier nur ein Beispiel. Diese Fertigmixe sind meist so ausgerichtet, dass es genau für die Zwecke passt, wofür man es auch braucht. Das heißt, wenn man Barben fangen will, dann sollte man Gewässerabschnitte mit einer stärkeren/schnelleren Strömung suchen. Dazu benötigt man einen Mix, der eine gute Bindung hat und nicht gleich von der Strömung weggespült wird. Außerdem sollte er schwer sein, damit das Futter schnell zu Boden sinkt. Wenn die Strömung zu stark ist, dann kann man noch zusätzlich feinen Kies mit ins Futter mischen. Wie oben geschrieben, ernähren sich Barben hauptsächlich von lebender Nahrung. Deshalb solltet ihr auf keinen Fall an Maden oder Mistwürmern in eurem Futter sparen. Auf ein Kilo Futter könnt ihr gut eine Tasse Maden in euer Futter geben. Am Anfang wird ohne Haken 6-9 mal der Futterkorb mit Futter gefüllt und ausgebracht. So entsteht ein schöner Futterteppich, der die Fische anlocken soll. Jetzt kann man mit dem Angeln beginnen. Ich montiere mein Haken und bringe die Montage aus. Die Spitze der Rute sollte ständig beobachtet werden um keinen Biss zu verpassen. Als Zusatztip empfehle ich euch: Mischt eurem Grundfutter geschriebener Käse oder Parmesan hinzu. Da werden die Barben richtig wild! 


 


 



 
   
 
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