Anglerblog von Endmin
  Das Rotauge
 

Das Rotauge



Rotaugen sind  Schwarmfische, die sich sowohl im Mittelwasser aufhalten, als auch in flacheren, strömungsarmen Uferabschnitten mit Pflanzenbewuchs. Man findet sie in so gut wie jedem Gewässer außer in kalten Forellenbächen, die die 10°C Marke nie übersteigen. Rotaugen sind die wichtigsten Beutefische für die Raubfische Hecht und Zander. Aus diesem Grund fische ich auch auf sie. Wenn man den Schwarm gefunden hat, dann hat man gute Chancen innerhalb von einer Stunde mehr als 20 Rotaugen zu fangen. Als Futter eignet sich jedes Futter, das man Zuhause rumliegen hat. Ich mache es oft mit Kondens- oder normaler Milch an. Das hat eine hohe Wolkenbildung im Wasser und lockt die Fische zusätzlich an den Platz. Einen Schwarm entdeckt man an springenden Fischen oder an vielen kleinen Wasserringe an der Oberfläche. Im Sommer verwende ich eine Pose mit einer Tragkraft von einem Gramm. An diese hänge ich dann ein dünnes Vorfach mit einem 18-14er Haken. Im Winter greife ich dann eher auf die 22-18er Haken zurück. Als Köder eignen sich sehr gut Maden, Pinkys, Brot oder Mais. Bei 1er oder 2 Maden am Haken, kann kaum ein Rotauge widerstehen und nimmt sich unseren Köder. Die Anschläge müssen schnell kommen. Dabei hat man zwar einige Fehlbisse, jedoch kommen nach dem erneuten einbringen der Montage erneute Zupfer. Die Rotaugen geraten in einen Fressrausch und machen sich über alles her, was ins Wasser fällt. Wenn die Bisse nachlassen einfach ein paar einzelne Maden oder ein wenig Grundfutter nachwerfen. Eine gute Taktik ist alle 30 Sekunden ein paar Maden nachwerfen, so hält man die Fische bei Laune und sie verlassen nicht den Platz. Wenn keine Zupfer mehr kommen, kann es auch helfen die Pose einfach ein Stück herziehen. Die Fische reagieren  auf den Bewegungsreiz und fangen wieder an nach der Made am Haken zu schnappen. Zu beginn werfe ich 2-3 kleine Futterballen ins Wasser, wichtig ist, dass wenig grobe Bestandteile in dem Futter sind, denn sonst würden die Rotaugen zu schnell satt werden. Hier lautet es wieder weniger ist mehr. Wenn genug Futter am Platz ist, dann wissen die Fische "es ist genug da, also kann ich in Ruhe mich vollfressen und weiterschwimmen". Wenn dagegen nur wenig Futter am Platz ist, dann haben die Fische Angst nichts abzubekommen und es kommt zu einem wahren Fressrausch. Viele machen den Fehler wenn nichts beißt, dass sie noch mehr Futter an den Platz werfen. Das gilt nicht nur fürs Rotaugen fischen, sondern auch für alle anderen Fischarten. Wenn ihr das nicht vergesst, dann werdet ihr immer die richtige Futtertakik anwenden!


 
   
 
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