Anglerblog von Endmin
  Der Aal
 

Der Aal



Welches Gerät verwende ich wenn ich auf Aal fische?

Einfache Grundruten mit einem WG von etwa 60 gr. und einer länge von 2,70m. Ich kann grad nicht mehr sagen wie meine Ruten heißen, aber die sind ähnlich wie die
DAM AAL  Rute  270 cm  2- Teilig  bis 60 Wg

Als Rolle verwende ich eine ausranchierte Karpfenrolle bespult mit einer:

Damyl Spezi Line Aal 0,35 mm 9,7 KG Erdbraun

Ihr braucht zum Aalangeln keine hochwertigen Rollen und Ruten. Wichtig ist, dass euer Material stabil ist und ihr den Aal nicht drillen müsst, sondern schnell zu euch heranziehen könnt, damit er sich nicht irgendwo am Grund festsetzen kann. Wenn ihr vorhabt auf Grund zu fischen, dann solltet ihr auf eine nicht all zu harte Spitze achten, damit ihr die Bisse auch gut mitbekommt!


Mit welchen Ködern fische ich am liebsten?

1. Tauwurm
2. Köderfische, Rotauge, Grundeln, Barsch usw. ca 8 cm
3. Fischfetzen
4. Maden
5. Leber (Rind, Schwein), Hühnerinnereien, Nacktschnecken

Der Köder sollte immer auf dem Boden aufliegen!

Mit welchen Montagen fische ich?

Die Montage sollte so einfach wie möglich gewählt werden, da nachts sonst nur Verwicklungen entstehen!

Grundmontage: Birnenblei auf die Hauptschnur aufziehen, dann ein Wirbel an die Hauptschnur. In den Wirbel hänge ich dann ein etwa 60 - 70cm langes Vorfach mit einem 4er- 8er Haken.

Posenmontage: Stopper auf die Hauptschnur, dann eine 4gr Pose, Wirbel und wieder ein etwa 60 - 70cm langes Vorfach mit einem 4er- 8er Haken.
(siehe Video unten)

Aale anfüttern?

Wenn ich auf Aal fische werfe ich ab und zu zerschnittene Würmer oder Fischstückchen an meine Pose. Wenn die Montage zu weit vom Platz entfernt ist, dann nehme ich normale feuchte Erde, knete in diese meine zerschnittenen Würmer und bringe sie aus, wie einen normalen Futterball. 2. Möglichkeit wäre einen Futterkorb zu benutzen (geschlossenener Korb), in den füllt man Fischmehl, zerschnittene Würmer oder Fische. Lockt die Aale an, sättigt sie aber nicht, da das Futter sich in einem geschlossenen Futterkorb befindet und die Aale nicht rankommen.

Wann beißen die Aale am besten?

Nach Einbruch der Dunkelheit und am frühen Morgen, bevor die Sonne aufgeht. Man kann die Aale aber auch tagsüber fangen, dies geht besonders gut, wenn ein Gewitter hereinbricht! Vor und nach dem Gewitter fangen die Aale an zu fressen, da sie wissen, dass Würmer und andere Nahrung vom Ufer gespült wird.

März: Bei warmem Wetter in den Flachwasserzonen, die sich schnell erwärmen. Nachtangeln kann man sich sparen, weil es abends immer noch extrem abkühlt.


April: Die Aale verlassen ihre Verstecke und fangen an nach dem Laich der Fische zu suchen! Kalte Nächte hemmen die Beisslust nicht mehr. Bester Köder zu dieser Jahreszeit ist der Tauwurm.Man findet die Fische in seichten Altwassern, flachen Gräben und langsam fließenden Bächen.

Mai: siehe April

 
Juni: Das Wasser ist mittlerweile schön warm und man kann wahre Aalnächte erleben. Beste Köder sind Tauwürmer und Fischfetzen. Da die Aale aber noch mehr auf kleine Nahrung aus sind, geht meistens der Tauwurm noch besser. Bei Hochwasser sind die Chancen noch höher!
 
Juli: Ein sehr guter Aalmonat, vor allem wenn nach einem Gewitter das Wasser im Fluss steigt, trotzdem sind die besten Zeiten immernoch nachts.
 
August: Jetzt kann man sehr gut fangen. In warmen Sommer­nächten beißen die Aale auch bei konstantem  Wasserstand.

September und Oktober:Im Herbst ziehen die Aale in ruhigere Gewässer und folgen den Brutfischschwärmen und ernähren sich hauptsächlich von Köderfischen.

Hier noch 2 Videos wie ich auf Aal fische:

 

Aale fangen am Tag:

 

Wer immer dachte, Aale kann man nur in der Nacht fangen, der hat sich ganz schön getäuscht! Aale lassen sich auch bei bestimmten Bedingungen auch bei Helligkeit fangen. Optimale Bedingungen sind: leichtes Hochwasser, bedeckter Himmel, hohe Luftfeuchte, trübes Wasser, leicht regnerisch(nicht stark) und die Zeiten vor und nach einem Gewitter. Währrend dem Gewitter würde ich euch raten, wartet solange im Auto bis es vorbei ist, denn sonst kann das echt gefährlich werden! Alle Fische wissen, wenn es regnet oder Gewittert, dann wird von den Uferbereichen Nahrung herangespült. Ob Schnecken, Käfer, Würmer, Ameisen.... auf all diese kleinen Tierchen warten die Fische und suchen daraufhin die Uferbereiche der Gewässer ab. Unteranderem auch der Aal, der ja bekanntlicherweise auf Schnecken, Würmer und Co. steht. Dieses Wissen habe ich mir zunutze gemacht und meine Köder direkt am Ufer ausgebracht. Merkt euch, ihr könnt nicht nah genug am Ufer fischen, viele donnern ihre Bleie extrem weit raus und hoffen, dass dort die Aale sind. Aber das braucht ihr gar nicht. ich habe meine größten Aale keine 20 cm vom Ufer entfernt gefangen. Unterspülte Ufer sind natürlich Klasse, viele Wurzeln schauen raus und die Aale finden Deckung. Unterspülte Bäume, Steinpackungen, Überhängende Gräser... sogar schon ein 12 Pfund Karpfen hatte ich als Beifang! Das muss man sich mal überlegen, wie nah die Fische an einem vorbeischwimmen. 
Viele Fragen mich immer mit welchen Montagen ich fische. Ich sage euch ganz ehrlich "Ich hasse komplizierte Montagen"  Es gibt unzählige verschiedene Montagen die das und das verhindern sollen... Ganz ehrlich, ich fange mit ganz simplen Montagen meine Fische. Gerade beim Aalangeln, sollten die Montagen so einfach wie möglich ausfallen. Ich will nicht ständig aufpassen ob sich was verheddert oder nicht. Ich will nicht Nachts um 22 oder 23 Uhr dasitzen und meine Montage entheddern. Deshalb ganz einfach! (Siehe Video) Pose mit 4 Gramm, Blei, Wirbel und ein Vorfach mit einem 6er-4er Haken. Als Köder verwende ich am liebsten Dendrobena, Tauwurmstücke oder Fischfetzen. mit Leber konnte ich auch schon einen Aal fangen, allerdings bekommt man den Gestank 4 Tage nicht mehr von den Händen weg^^
Die restlichen Einzelheiten könnt ihr im Video anschauen!


www.youtube.com/watch


 

Aale fangen dicht am Ufer:

 
 

Wie schon oben geschrieben, fische ich immer sehr nah am Ufer, da ich dort die meisten Erfolge erzielen konnte. Im Bereich von 1,5m - direkt am Ufer fische ich immer alles ab. Die eine Rute lege ich meistens 30 cm vom Ufer entfernt und die andere bei etwa einem Meter. So erzeuge ich eine schöne breite Duftspur, die die Aale von Strom abwärts an meine Köder locken soll. Meistens kommt der erste Biss immer an der Rute, die weiter Strom ab liegt. Das zeigt uns, dass die Aale immer Stromauf ziehen. Wenn wir also den Platz wechseln, dann lieber Strom auf statt Strom ab. Wenn die Strömung es zulässt, dann fische ich immer mit Posenmontagen, bei denen ich den Köder auf dem Grund aufliegen lass. So seh ich ganz genau, wo der Aal hinzieht und kann ihn so von möglichen Hindernissen wegziehen. Sobald die Dunkelheit hereinbricht, kann man mit den ersten Fängen rechnen, meistens hören die Bisse in meinem Gewässer wieder gegen 24.00Uhr auf und beginnen wieder ab 05:00Uhr bis zum Sonnenaufgang. Oft wird gesagt, dass man bei Vollmond keine Aale fangen kann. Diese Nächte sind immer sehr hell, aus dem Grund vermute ich, dass die Aale nicht richtig beißen wollen. Wenn man den Köder aber im Schatten eines großen Baums oder unter einer Brücke anbietet, dort wo der Mond nicht alles aufhellt, dann kann man auch an solchen scheinbar schlechten Tagen möglicherweise den ein oder anderen Aal an den Haken locken. Beim Anschlagen sollte man darauf achten, dass man eine zeit lang wartet. Im Frühjahr 2011 habe ich die Erfahrung gemacht, dass Aale sehr sehr lange mit den Ködern spielen. Die Pose tanzte geschätzte 10 Minuten immer ganz leicht hoch und runter. Also nicht wie die kleinen Wellen vom Wasser, sondern, meine Pose tauchte etwa 2 cm ab, nach 2 sekunden wieder auf. Das passierte 10 Minuten lang in unregelmäßigen Abständen, die Pose fing zusätzlich noch an gegen die Stömung Stromauf zu wandern, obwohl keine Kehr oder Unterströmung vorhanden war. Ich wollte wissen was das war und ich schlug an. Ein kräftiger Widerstand. Ich hebte den Aal aus dem Wasser und schwenkte ihn schnell über festen Grund. Dann lies der Aal plötzlich los und ich konnte ihn gerade noch packen. Was war passiert? Nachdem ich den Aal verstaut hatte, nahm ich mein Vorfach mal etwas genauer unter die Lupe. Das komplette Vorfach war voller Schleim und der Köder auch. Der Aal hat sich wahrscheinlich so oft um mein Vorfach gedreht und geschlängelt, bis er sich selber eingewickelt hat, warum auch immer... Als ich dann die Schnur unter Spannung brachte, konnte der Aal sich aus dem Vorfach befreien und fiel runter ohne den Köder im Maul gehabt zu haben. Was für ein Glück, dass ich diesen Aal trotzdem erwischt hatte. Ich habe daraus gelernt, dass man erst anschlagen sollte, wenn der Aal richtig abzieht und die Pose unter Wasser zieht oder bei der Grundmontage Schnur nimmt.

www.youtube.com/watch

 
 


 

 

 

 

 
 
   
 
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